Der Dichter Yevgeniy Breyger liest an der Akademie für europäischen Menschenrechtsschutz aus seinem 2023 bei kookbooks erschienenen Gedichtband „Frieden ohne Krieg“.
Dieser verbindet aktuellste Ereignisse aus dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit unmittelbaren Erfahrungen des Dichters und seiner Familie, die damit in Kontext gesetzt werden. Die Gedichte sind hochgradig emotional, privat und autobiographisch. Es entsteht der Eindruck eines nicht-fiktionalen persönlichen Kriegsjournals, einschließlich der Auseinandersetzung mit den zwei Muttersprachen Deutsch und Russisch, die der hadernde Dichter als russischsprachiger ukrainischer Jude nun als kontaminiert begreift, um schließlich doch einen Ausblick auf die Möglichkeit von Glück, Frieden und dem Entwachsen von Neuem aus Altem zu bieten.
Weitere Informationen über den Gedichtband
Über den Autor:
Yevgeniy Breyger wurde 1989 in Charkiw in der Ukraine geboren und siedelte mit seiner Familie 1999 nach Deutschland über, wo er Kulturjournalismus, Literarisches Schreiben und Curatorial Studies studierte. Er veröffentlichte mehrere Gedichtbände und Essays. Für den Gedichtband „Frieden ohne Krieg” erhielt er den manuskripte-Preis des Landes Steiermark, den Mondseer Lyrikrpeis, den Christine-Lavant-Preis, den Klopstock-Preis, den Literaturpreis der deutschen Wirtschaft und den Reinhard-Priessnitz-Preis. Seit 2021 Gastprofessuren an der Universität Hildesheim und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Breyger lebt in Wien und lehrt als Senior Lecturer Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst. Im Februar 2026 erschien sein Gedichtband „hallo niemand” bei Suhrkamp.
Die Lesung ist eine Kooperation der Zweigstelle Köln-Bonn der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO) am Institut für osteuropäisches Recht und Rechtsvergleichung an der Akademie für europäischen Menschenrechtsschutz der Universität zu Köln, des Slavischen Instituts der Universität zu Köln sowie des Lew Kopelew Forums.

