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»Boris Birger – Die Sehnsucht nach Licht in finstren Zeiten« im LKF

19. Mai 2026 18:00 20:00

Maria Birger, Historikerin, Literaturwissenschaftlerin und Tochter des Künstlers wird die erste Biografie des Malers und sowjetischen Dissidenten „Boris Birger. Die Sehnsucht nach Licht in finstren Zeiten“ vorstellen und über sein Leben und Werk sprechen.

So festlich-bunt sich der Sozialismus gern bei Paraden und in der Propaganda präsentierte, so unnachgiebig war er gegenüber Andersdenkenden. Das sowjetische Regime ließ, genauso wie das heutige Russland, Menschen in Lagern und Gefängnissen verschwinden oder sie wurden systematisch totgeschwiegen. Ihnen sollte ihre Lebensgrundlage entzogen und ihr Wille zum Widerstand gebrochen werden. Der Name des Künstlers und Dissidenten Boris Birger durfte zwischen 1968 und 1985 nicht mehr öffentlich genannt, seine Gemälde nicht mehr ausgestellt werden.

 

Der am 1. April 1923 in Moskau in eine assimilierte jüdisch-intellektuelle Familie geborene Birger war „rothaarig, hager, ungestüm und stur“. Er ließ sich nicht brechen, nicht den Mund verbieten. Nach der totalitären Erfahrung und dem Zweiten Weltkrieg kämpfte er zusammen mit Gleichgesinnten wie Lew Kopelew, Andrei Sacharow und Heinrich Böll für ein demokratisches Russland in Europa. Boris Birger starb am 4. August 2001 in der Eifel.

 

Maria Birger
studierte bei ihrem Vater, dem Künstler und Dissidenten zehn Jahre lang Kunst und Kunstgeschichte und nach dem Abitur Geschichte und Russische Literatur an der Universität zu Köln. Sie forscht zu den deutsch-sowjetischen Beziehungen im Kalten Krieg mit den Schwerpunkten Dissidenz in der Sowjetunion und politische Kultur in der Bundesrepublik. Sie arbeitet als Referentin Heinrich Böll — Leben und Werk in der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. Berlin/Köln und ist im Beirat des Lew Kopelew Forums e. V. (Köln) sowie im Vorstand der Marion Dönhoff-Stiftung (Hamburg) tätig.

 

Unkostenbeitrag:

€5 – €15

Veranstaltungsort:

Lew Kopelew Forum e.V.

Neumarkt 18
Köln, 50667