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»Red Secrets – Im Fadenkreuz Stalins« mit Mirosław Wlekły

1. Dezember 2026 • 19:00 – 21:00

Als der walisische Journalist Gareth Jones 1933 in die Ukraine reist, um über die dort herrschende Hungersnot zu berichten, gerät er in ein gefährliches Spiel: Der sowjetische Geheimdienst setzt alles daran, seine Recherchen zu unterbinden und die Wahrheit über die humanitäre Katastrophe vor der Weltöffentlichkeit zu verbergen.

Vor 93 Jahren ließ Stalin die Ukraine systematisch aushungern. Millionen Menschen fielen dem Holodomor zum Opfer. Gareth Jones gehörte zu den wenigen westlichen Journalisten, die sich damals selbst ein Bild von der Lage vor Ort machten. Was er sah, erschütterte ihn zutiefst. Gegen massive Widerstände berichtete er über das unvorstellbare Ausmaß der Hungersnot und machte das Leid der ukrainischen Bevölkerung international bekannt.
Seine Begegnung mit dem Journalisten soll auch George Orwell zu seiner berühmten Fabel Farm der Tiere inspiriert haben.

 

Mit „Red Secrets – Im Fadenkreuz Stalins“ (Originaltitel: Mr. Jones) widmet sich die Regisseurin Agnieszka Holland dieser außergewöhnlichen Geschichte. Der 2019 auf der Berlinale uraufgeführte Film zeichnet das Porträt eines mutigen Journalisten, der sich weder durch Einschüchterung noch durch politische Machtspiele davon abbringen ließ, die Wahrheit ans Licht zu bringen.

 

Im Anschluss an die Filmvorführung sprechen wir mit dem polnischen Journalisten und Autor Mirosław Wlekły, der sich intensiv mit dem Leben und Wirken von Gareth Jones beschäftigt hat. 2019 veröffentlichte er auf Polnisch die Biografie Gareth Jones (Original: Gareth Jones. Człowiek, który wiedział za dużo), deren deutsche Übersetzung 2022 im Osburg Verlag erschien. Das Buch wurde 2020 für die Endrunde des renommierten polnischen Literaturpreises „Juliusz“ nominiert, der jährlich für die beste polnische Biografie vergeben wird.
Das Gespräch moderiert Dr. Jan Czarnecki (Universität zu Köln). Es wird aus dem Polnischen ins Deutsche übersetzt.

 

Das Buch „Gareth Jones. Chronist der Hungersnot in der Ukraine 1932-1933“ Aus dem Polnischen von Benjamin Voelkelist ist 2022 im Osburg Verlag erschienen.

 

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Wanderausstellung Holodomor 1932/33 statt, die aktuell im Lew Kopelew Forum gezeigt wird. Die Ausstellung wurde vom Ukrainischen Institut des Nationalen Gedenkens (UINP) und vom Holodomor-Museum in Kyjiw konzipiert und vom Mykola Haievoi Center of Modern History (LMU München/Katholische Universität L’viv) nach Deutschland geholt.
Organisator der Ausstellung in Köln ist das Lew Kopelew Forum, das im Rahmen dessen mit der Akademie für europäischen Menschenrechtsschutz, dem Slavischen Institut an der Universität Köln, der DGO-Zweigstelle Köln/Bonn und dem Blau-Gelben Kreuz e. V. kooperiert.
Weiterer Kooperationspartner im Rahmen der Filmvorführung ist das Filmhaus Köln.

 

1.Dezember 2026, 19:00 Uhr
Filmhaus Köln, Maybachstraße 111, 50670 Köln
Präsenz
Abendkasse: 8 Euro, ermäßigt 7 Euro
Tickets an der Abendkasse des Filmhaus Köln erhältlich.
Länge: 118 Minuten / FSK: 16 / Sprachen: Deutsch. Das Gespräch findet auf Polnisch statt und wird ins Deutsche übersetzt.

 

Bild: Osburg Verlag

Unkostenbeitrag:

€7 – €8

Veranstaltungsort:

Filmhaus Köln

Maybachstraße 111
Köln, 50670