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Ausstellungseröffnung »Kyrgyzstan Diaries – Ein fotografisches Tagebuch«

3. September 2026 18:00 21:00

Zwischen Gebirgslandschaften Zentralasiens und Spuren deutscher Lebenstraditionen erzählt die Ausstellung von Herkunft, Migration und der Suche nach Zugehörigkeit.

Im Mittelpunkt steht Bergtal, das heutige Rot-Front – ein deutsches Dorf in Kirgistan. Viele ehemalige Bewohner fanden später in Ostwestfalen eine neue Heimat.

 

Die international renommierte Fotografin Irina Unruh verbindet in ihren Arbeiten persönliche Erinnerungen mit dokumentarischen Beobachtungen des heutigen Kirgistans. Fotografien aus Bergtal, der Serie „Djamila“ über Frauenrechte sowie Bilder aus dem Walnusswald von Arslanbob eröffnen Perspektiven auf Menschen, Landschaften und gesellschaftliche Veränderungen in Zentralasien. Die Einblicke schaffen einen Dialog über Erinnerung, Identität und die unsichtbaren Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

 

Die Ausstellung wird am 3. September 2026 anlässlich des 85. Gedenktages der stalinistischen Deportation der Russlanddeutschen (der Gedenktag ist am 28. August) im Lew Kopelew Forum eröffnet und bleibt bis zum 24. Oktober 2026 geöffnet.

 

Die Veranstaltung wird von der Historikerin und langjährigem LKF-Beiratsmitglied Katharina Heinrich moderiert.

 

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des Lew Kopelew Forums und des Kulturreferats für Russlanddeutsche.

 

Irina Unruh ist eine dokumentarische Fotografin, deren Arbeit sich an der Schnittstelle von Kultur, Erinnerung und ökologischer Verantwortung zwischen Kirgistan und Deutschland bewegt. Ihre transkulturelle Kindheit sowie ihre Tätigkeit als Lehrerin in mehreren Ländern prägten ihr Interesse an Geschichten, die zwischen Orten, Sprachen und Generationen vermitteln.
Sie ist Mitglied des Netzwerks Women Photograph und wurde international ausgezeichnet.
2022 wurde sie von der National Geographic Society zur Explorerin ernannt, um den einzigen wilden Walnusswald der Welt in Kirgistan fotografisch zu dokumentieren – ein bedrohtes Ökosystem durch Klimawandel und Überweidung. Parallel arbeitete sie an ihrer Familiengeschichte, die sie in ihrem preisgekrönten Fotobuch „Where the Poplars Grow“(2024) und dem Langzeitprojekt „Silenced Past is Present“ künstlerisch aufarbeitete.
Ihre Projekte wurden weltweit ausgestellt und in Medien wie Stern, Geo und National Geographic veröffentlicht. Ein zentrales Anliegen ihrer Arbeit ist die kulturelle Identität und die Weitergabe kollektiver Erinnerungen.

 

03. September 2026, 18:00 Uhr – 20:00 Uhr
Lew Kopelew Forum e.V., Neumarkt 18, Köln, 50667
Präsenz und Online
Abendkasse (UKB): 5,00 – 15,00 Euro (Mitglieder 2,50)
Sprache: Deutsch

Unkostenbeitrag:

€5 – €15

Veranstaltungsort:

Lew Kopelew Forum e.V.

Neumarkt 18
Köln, 50667