In einer auf Zellengröße geschrumpften Welt gewinnt jedes Detail an Bedeutung.
Im September 2020 wurde der Jurist und belarusische Oppositionelle Maksim Znak im Zuge der Protestbewegung in Belarus verhaftet und im darauffolgenden Jahr wegen der angeblichen Gründung einer Terrororganisation zu zehn Jahren Strafkolonie verurteilt. Seine Kurzgeschichten „Zekamerone“ entstanden im ersten Jahr seiner Haft in wechselnden Untersuchungsgefängnissen; er hielt sie in einem Notizbuch fest, das nach draußen geschmuggelt wurde. Pointiert und mit feiner Ironie erzählt Maksim Znak als brillanter Beobachter vom Alltag in der belarusischen Gefängniswelt, von Szenen des Widerstands und der Selbstbehauptung sowie vom leisen und lauten Verrücktwerden.
Mitte Dezember 2025 wurde Maxim Znak gemeinsam mit Maria Kalesnikava und weiteren politischen Gefangenen im Gegenzug für die Aufhebung von Sanktionen der USA freigelassen.
Im Gespräch mit dem Redakteur der Zeitschrift Osteuropa und Übersetzer von „Zekamerone“, Dr. Volker Weichsel, spricht Maksim Znak über die Situation in Belarus und liest aus seinem Buch.
Die deutschen Passagen liest der Schauspieler und Sprecher Bernt Hahn.
Buchvorstellung und Lesung
Englisch (Gespräch)
Deutsch und Russisch (Lesung)
Die Veranstaltung wird auf dem YouTube-Kanal des Lew Kopelew Forums übertragen.
Kooperationspartner der Veranstaltung sind die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e. V. / Zeitschrift Osteuropa und Libertas Belarus.
Der Büchertisch wird über „Der andere Buchladen“ organisiert.
Das Buch ist am 18.01.2023 im Suhrkamp Verlag erschienen.
Abendkasse (UKB): 5,00 – 15,00 Euro (Mitglieder 2,50)
Anmeldung: https://forms.gle/n9s2hMSPPDBBj64b8

