Auftakt der Veranstaltungsreihe »Frauen gegen autoritäre Kräfte«

Was bewegt Frauen dazu, trotz Repressionen, Krieg und der Gefahr für ihre persönliche Freiheit oder ihr Leben für ihre Überzeugungen einzustehen?

Die Gegenwart ist geprägt von politischen Entwicklungen, in denen autoritäre Führungsstile wieder an Einfluss gewinnen. In vielen Ländern werden Menschenrechte eingeschränkt und demokratische Freiheiten unterdrückt. Individuelle Rechte zählen wenig, entscheidend sind die Interessen des Regimes. Der Mensch wird dabei zum Mittel staatlicher Machtpolitik. Frauen* werden häufig auf eine Rolle ohne politische Mitsprache reduziert und als Reproduktionsmittel betrachtet.

 

Doch gerade Frauen haben diese Regime wiederholt herausgefordert. Die Härte gegen ihren Kampf um die Freiheit macht die Angst der Autokraten deutlich.

 

Doch wie sieht dieser Kampf konkret aus? Was bewegt Frauen dazu, trotz Repressionen, Krieg und der Gefahr für ihre persönliche Freiheit oder ihr Leben für ihre Überzeugungen einzustehen? Und was können wir hier vor Ort daraus lernen?

 

Das Lew Kopelew Forum beleuchtet diese Frage aus verschiedenen regionalen Perspektiven und Positionen und hat verschiedene Rednerinnen eingeladen, die unter großem persönlichem Einsatz für die demokratische Freiheit einstehen.

 

Den Auftakt der Veranstaltungsreihe macht Maria Aljochina und stellt am 20. April 2026 um 18 Uhr – musikalisch belgeitet von Eric J. Breitenbach – ihr Buch „Political Girl. Pussy Riot – Leben und Schicksal in Putins Russland“ im Lew Kopelew Forum vor. Die Moderation übernimmt Birgit Virnich.

 

Zur Veranstaltung

 

Als Mitbegründerin von Pussy Riot stellt Maria Aljochina eine der wichtigsten Stimmen globaler Protestkultur dar. Seit ihrem Punk-Gebet „Jungfrau Maria, verjage Putin“ in der Moskauer Christ-Erlöser Kathedrale, sind Maria Aljochina und ihre Mitstreiterinnen wiederholt Verhaftungen und Repressionen durch das russische Regime ausgesetzt. Trotzdem führen sie ihren Protest fort. Als der Krieg gegen die Ukraine beginnt und die russische Opposition zum Schweigen gebracht wird, protestieren sie und ihre Freunde weiter. Vor einer erneuten Gefängnisstrafe flieht Maria 2022 aus Russland – verkleidet als Essenslieferantin.

Sie wurde mit dem Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken ausgezeichnet.

 

Es besteht die Möglichkeit, Interviews mit den beteiligten Personen zu führen.

 

* „Frauen“ bezeichnet in diesem Text alle Personen, die sich als Frauen verstehen oder identifizieren.

 

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Bildnachweis: ©Misha Friedman