Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Karl Schlögel, Basil Kerski, Hanna Radziejowska
Im Rahmen der Ausstellung »STUS« sind die Osteuropa-Experten Karl Schlögel und Basil Kerski sowie Hanna Radziejowska zu Gast im Gerhart-Hauptmann-Haus. Sie diskutieren in einer offenen Gesprächsrunde über die »Dissidentische Zusammenarbeit zwischen der Ukraine, Deutschland und Polen«, den transnationalen Austausch und die Netzwerke politischer Solidarität zwischen den drei Ländern. Welche Bedeutung haben sie heute noch und warum ist das Wissen darüber heute so unerlässlich?
»Im Sommer 1989 überschritt der Freiheitsdrang in Polen endgültig die Schwelle zu jener friedlichen Revolution, die wenig später ganz Ostmitteleuropa erfasste und schließlich die Auflösung des 1945 errichteten Sowjetimperiums zur Folge hatte. Ohne die polnische Selbstbefreiung keine deutsche Wiedervereinigung: Dieser Zusammenhang ist längst nicht allen Deutschen bewusst.« (Heinrich August Winkler, Süddeutsche Zeitung, 14. September 2020). Auch wenn sich die Gewerkschaft Solidarność in mehrere rivalisierende Richtungen zerlegt hat, leben in der osteuropäischen Zivilgesellschaft die freiheitlichen Ideen der Ur-Solidarność fort als das beste Vorbild für Freiheitsbewegungen, nicht nur östlich der polnischen Grenze.
Die Veranstaltung schließt eine Fragerunde mit dem Publikum ein.
Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten: schlenker@g-h-h.de
Es diskutieren: Karl Schlögel, renommierter Osteuropa-Historiker und Friedenspreisträger 2025, Basil Kerski (Präsident des Hauses der Geschichte Nordrhein-Westfalen) sowie Hanna Radziejowska (Direktorin des Pilecki-Instituts Berlin) und weitere Gäste aus Polen und der Ukraine.

Bildnachweise:
Titelbild: Janneke Eggert (GHH);
Basil Kerski: Wikipedia ©Grzegorz Mehring, cropping:Polimerek
Karl Schlögel: Heike Huslage-Koch, CC BY-SA 4.0

