Der Historiker Karl Schlögel erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass Karl Schlögel zu den profiliertesten Kennern der russischen und osteuropäischen Geschichte gehört und in seinen Werken empirische Geschichtsschreibung mit persönlichen Erfahrungen verbindet.
Der Vorstand und Beirat des Lew Kopelew Forums gratulieren Karl Schlögel herzlich zu dieser herausragenden Ehrung.
„Nach der Annexion der Krim durch Russland hat Karl Schlögel seinen und unseren Blick auf die Ukraine geschärft und sich aufrichtig mit den blinden Flecken der deutschen Wahrnehmung auseinandergesetzt. Als einer der Ersten hat er vor der aggressiven Expansionspolitik Wladimir Putins und seinem autoritär-nationalistischen Machtanspruch gewarnt. Eindrücklich beschreibt er die Ukraine als Teil Europas und fordert auf, das Land um unserer gemeinsamen Zukunft willen zu verteidigen. Seine Mahnung an uns: Ohne eine freie Ukraine kann es keinen Frieden in Europa geben.“
Begründung der Jury, Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2025).
Bildnachweis: CC BY-SA 4.0 Heike Huslage-Koch